vom 09.07.2026

Diverse Begleitungen und Entlastungen

Lange hatte ich keine Zeit mehr, meinen Blog zu füllen. Umso mehr freue ich mich, wieder einmal einen Eintrag zu schreiben. In den letzten fünf Monaten ist sehr viel passiert.

Die erste und schönste Neuigkeit: Unsere Familie hat Zuwachs bekommen. Das ist einerseits wunderschön, bringt aber natürlich auch neue Herausforderungen und organisatorische Aufgaben mit sich.

Auch beruflich hat sich einiges entwickelt. Mein Angebot kommt bei vielen Menschen gut an und wird rege genutzt. Das freut mich sehr, denn es ist schön zu sehen, dass ich hier auf dem wunderschönen Brünig in meinem Haus Menschen mit meinen Angeboten begleiten und unterstützen darf.

Es entstehen zudem neue Möglichkeiten, beispielsweise individuelle Entlastungseinsätze direkt auf Wohngruppen. Dabei geht es in erster Linie darum, die Teams und die Bewohnerinnen und Bewohner zu entlasten. In diesem Bereich durfte ich bereits mit einer Stiftung im Aargau zusammenarbeiten.

Nebst den Entlastungen und Time-outs, die ich begleite, konnte ich einen weiteren Teil des Hauses umbauen und isolieren. Gerade in den Wintermonaten ist dies wichtig, damit die Wärme, die mit den Öfen erzeugt wird, nicht sofort wieder verloren geht.

Natürlich gab es in dieser Zeit auch Herausforderungen, aus denen ich viel lernen durfte. Vor allem in der Kommunikation habe ich mich weiterentwickelt und gelernt, noch verbindlicher zu sein. Dass ein grosser Teil der Selbstständigkeit aus Gesprächen, Verträgen und sehr viel administrativer Arbeit besteht, war mir anfangs nicht bewusst. Eigentlich hatte ich gehofft, genau diesen Aufwand reduzieren zu können, um mehr Zeit in die Betreuung der Menschen zu investieren – denn diese ist für mich der wichtigste Teil meiner Arbeit.

Immer wieder bin ich auch von der Bürokratie enttäuscht. Oft habe ich das Gefühl, dass Probleme lieber aufgeschoben werden, anstatt sie gemeinsam anzupacken und neue Ideen umzusetzen. Ein Start-up zu gründen ist das eine – es erfolgreich umzusetzen und langfristig am Leben zu erhalten, das andere. Es kostet enorm viel Energie, Zeit und Ausdauer, sich um all diese Aufgaben zu kümmern.

Nichtsdestotrotz durfte ich verschiedene Netzwerkanlässe besuchen. Dabei konnte ich neue Kontakte knüpfen und vielen Menschen mein Angebot vorstellen.

In den vergangenen Monaten wurde mir zudem bewusst, wie wichtig Aufklärung ist. Ich muss immer wieder erklären, weshalb meine Dienstleistungen ihren Preis haben.

Ich höre oft den Satz: «Das ist aber teuer.» Ja, auf den ersten Blick mag das so wirken. Ich erhalte jedoch keine Subventionen oder regelmässigen Spendengelder von grossen Stiftungen. Ich führe mein Unternehmen alleine und übernehme sämtliche Aufgaben selbst: Marketing, Administration, Akquise, Organisation, Kundenbetreuung und natürlich die direkte Begleitung der Menschen. Meine Angebote basieren auf einer 24-Stunden- beziehungsweise 1:1-Betreuung. Rechnet man den Tagesansatz auf den Stundenlohn herunter, liegt dieser oft sogar unter dem Stundenlohn vieler anderer Berufe.

Es macht mich manchmal traurig, dass dies nicht immer verstanden wird. Trotzdem liebe ich das, was ich mache. Ich bin stolz darauf, was ich in den vergangenen drei Jahren aufgebaut und erreicht habe. Es ist ein ständiger Kampf, zeitintensiv, manchmal nervenaufreibend und stressig – gleichzeitig aber unglaublich bereichernd.

Denn letztlich geht es mir in erster Linie darum, Familien zu entlasten und Menschen individuell zu begleiten. Genau das erfüllt mich jeden Tag aufs Neue und bestätigt mich darin, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe.

Hier folgen noch einige Eindrücke aus den vergangenen Monaten.

Bis bald

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Erstes Time-out im Waldhuis