vom 05.11. bis 10.11.25

Sport darf auch als neues Ausprobieren gekennzeichnet sein

Ziemlich pünktlich begannen wir am Mittwochnachmittag. Nach der Begrüssung am Bahnhof Brünig-Hasliberg liefen wir mit Koffer und Rucksack zum Waldhuis. Eine kleine sportliche Challenge gleich zu Beginn: den Rollkoffer über die Wiese tragen. :) Mit etwas Unterstützung funktionierte es – dafür blieben die Räder sauber.

Nachdem sich alle im Zimmer einquartiert und eingerichtet hatten, machten wir noch bei Tageslicht eine kleine Runde. Dies war auch ein Test, um zu schauen, wie die Waldhuis-Gäste im Gelände unterwegs sind. Das Tempo war zu Beginn ziemlich hoch. Ich dachte mir: Wenn sie das die ganze Woche durchziehen, muss ich mehr Sport machen. So verging der erste Abend – nach einem feinen Essen spielten wir mehrere Runden Memory, sodass auch der Kopf gut beschäftigt war.

Am nächsten Tag ging es in aller Ruhe um 8 Uhr los – natürlich erst nach dem Frühstück. :) Gestärkt liefen wir vom Brünig aus hoch Richtung Büel. Der Anstieg ging gleich zur Sache, dafür führte der Abstieg über eine ruhige Asphaltstrasse bis hinunter zur Burgkapelle. Ein weiterer schöner Ausblick auf Lungern. In der Sonne sitzend assen wir unseren Lunch. Auf dem Rückweg ging es nochmals kurz hoch, um einen Rundweg auf dem Brünig abzuschliessen. So kehrten wir nach der Wanderung zufrieden und müde zurück zum Waldhuis.

Freitag

Heute hatten wir Besuch von Fabio – er kam für eine Hospitation vorbei. Auf alles vorbereitet und doch ohne genau zu wissen, wohin es geht, folgte er uns. Gleichzeitig durfte ich ihm etwas über die Arbeit im Waldhuis erklären und mich mit ihm austauschen. Ohne die Waldhuis-Gäste aus den Augen zu verlieren, gab es immer wieder schöne Interaktionen: von bereits Erlebtem und von dem, was noch kommen würde.

Zur Route: Wir folgten dem Obwaldner Höhenweg bis nach Hüttstett. Diese Tour ist echt knackig und führt zuerst einmal ein paar Hundert Höhenmeter steil nach oben. Natürlich mit genügend Pausen, Hilfestellungen, wenn nötig, und einer wohlverdienten Mittagspause. In Hüttstett – viel später angekommen als geplant – durfte ich zwei bis drei Optionen vorschlagen. Vor Ort wurde alles besprochen und auch die Gäste abgeholt, wie viel Energie noch vorhanden war. Beschlossen wurde eine alternative Route, die ich nur halb kannte.

Es begann mit Asphalt und endete mit einem steilen Wiesenabhang. Mit extrem viel Geduld, Pausen, motivierenden Worten und Energie-Guetzli schafften wir es wieder auf festen Belag. Die Aussicht geriet dabei manchmal etwas in den Hintergrund, aber das Erlebte musste immer wieder verarbeitet werden. Belohnt wurde der Abstieg am Schluss durch ein zufällig vorbeifahrendes Auto, das uns bis nach Lungern mitnahm.

Der Abend endete mit einem feinen Nachtessen, und ich denke, alle waren müde – ich auch…

Samstag

Noch mit etwas müden Beinen und gestärktem Bauch ging es hinunter nach Lungern. Von dort liefen wir auf den Turren hoch. Asphalt und wunderschöne Ausblicke auf Lungern und die gegenüberliegenden Berge – oder auf die Wege, die wir am Vortag hinuntergelaufen waren. So konnten wir das Geschaffte nochmals betrachten, und ein Gefühl von Stolz stellte sich ein.

Auf dem Turren stärkten wir uns mit einer feinen Glace, bevor es mit der Gondel wieder ins Tal ging. Den Rest des Tages verbrachten wir rund ums Waldhuis und liessen die letzten Sonnenstrahlen auf die Bäuche scheinen.

Sonntag

Da wir viele Höhenmeter und Kilometer gesammelt hatten, starteten wir heute gemütlich mit einer Busfahrt – vom Brünig nach Brienzwiler. Von dort liefen wir nach Brienz; die Route führte durch einen Teil des Ballenberg-Museums. Spannend, diese Gegend zu durchqueren, wenn ausserhalb der Saison alles ruhig ist.

Am Brienzersee assen wir unseren Lunch und fuhren dann mit dem Zug wieder auf den Brünig zurück. Eine total entspannte Route heute – so konnten wir anschliessend noch beim Waldhuis verweilen und etwas Sonne geniessen.

Am Montag hiess es dann zusammenpacken, denn die Woche war bereits wieder vorbei. Zufrieden und mit vielen neuen Erfahrungen und sportlichen Aktivitäten ging es zurück nach Hause. Ich hoffe, niemand hatte Muskelkater – und wenn doch: Das ist ein kleines Geschenk vom Waldhuis an euch.

Danke, dass ihr euch dieses Erlebnis zugetraut habt – und grossartig, wie ihr das gemeistert habt: T. und C.

Bis bald

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Auch im Winter gibt es Entlastungen im Waldhuis

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Herbstferien 2025 at Waldhuis